Karl-Heinz Costin

Fort- und Weiterbildungen

 

Freiheitsdrang mit Nebenfolgen

Es scheint, dass mein ungeheurer Freiheitsdrang und meine Neugierde bereits angeboren waren. Gebrochenes Nasenbein, Gehirnerschütterung, blaue Flecken, Schürfwunden und schmutzige Kleider waren der ständige Begleiter meines Entdeckungsgeistes. Das erste Ereignis, an das ich mich erinnern kann, war ein Sturz aus dem Kinderwagen. Während meine Mutter im Gespräch mit der Nachbarin vertieft war, wurde ich der Enge des Kinderwagens überdrüssig. Das Resultat war lautest Geschrei. Meine Mutter panisch in Hysterie, ich erschreckt in Schmerzen. Als ich dann endlich Laufen konnte, fand man mich eines Nachts im Schlafanzug und barfüßig im Schnee. Keiner, nicht einmal ich, wußte, wie ich das hohe Gestell meines Kinderbettes überwinden konnte. Ich überstand diese kleine Expedition ohne Erkältung. Wahrscheinlich, weil wir Kinder gottseindank nicht so steril und hygienisch aufgezogen wurden wie heute und mein Immunsystem stark und kräftig war.

Bewegung war etwas Schönes und Befriedigendes. Später wurde jede Zeit genutzt um draußen herumzutollen, durch den Wald zu streifen, auf Bäume zu klettern. Die Welt war in Ordnung. Selbst der Leidensdruck durch die streng katholische Erziehung war hinnehmbar.  Die positive Einwirkung der katholischen Kirche war die Entwicklung meines religiöses Interesse, dass sich – dank meiner Neugier – in Richtung fernöstlicher Philosophie ausrichtete. Mit 16 Jahren stieß ich auf mein erstes Yogabuch „Hatha-Yoga von Selvarajan Yesudian & Elisabeth Haich“. Bald standen Bücher von André van Lysbeth, Paul Brunton, Sri Aurobindo und schließlich von B.K.S IYengar in meinem Bücherregal. Es war eine Zeit in der sich der Yoga in Europa zu orientieren begann und noch nicht von den Mühlen wirtschaftlichen Interesses vergewaltigt wurde. Heute ist Yoga zumeist nur noch der Deckmantel für Fitnesstraining mit hinduistischem Flair.

Yoga – Fahrkarte zum Himmel und zur Hölle

Mich faszinierte damals, dass man die Erlösung nur durch eigenverantwortliches Handeln erreichen und sogar bei Lebzeiten göttliche Erfahrungen machen konnte. Damals war ich leider sehr körperlich orientiert und glaubte die Erlösung liege im Ausmaß der akrobatischen Verrenkungen und in der Dauer des Luftanhaltens. Ich steigerte mein Training immer intensiver, da außer Muskelkater, mehr Beweglichkeit und ein angenehmes Gefühl der Stille und Ruhe, keine Ankunft einer göttlichen Ekstase zu erkennen war. Schließlich trainierte ich 6 Stunden täglich,  bis mein Körper oder auch meine Seele, wer weiß, streikte und mich zu einer Trainingspause von mehr als 10 Jahren zwang.

Seinen Ehrgeiz mäßigen, die Natürlichkeit der Entwicklung zulassen, in die Ruhe treten und Achtsamkeit üben. Diese Dinge hätte ich beachten sollen. Aber vielleicht brauche ich harte Schläge um wach zu werden. Die Zwangspause war ein harter Schlag. Ärzte konnten die körperlichen Reaktionen nicht erklären. Auch der Rat einer Hexenmeisterin konnte mir mit ihrer Behauptung von Energielöchern in meinem Körper nicht weiterhelfen.

Von der inneren Reise zu Abenteuerreisen

Als letzten Versuch wollte ich mir einen Guru im Himalaya suchen. Da ich nicht viel Geld hatte und auf Trampen angewiesen war, endete meine Reise während einer Weinernte in Griechenland. Dort erzählten mir Globetrotter am Lagerfeuer von einem Reisenden, der sich im Sudan ein Pferd gekauft hatte und durch die Steppen geritten war. Dies war der Zeitpunkt, an dem ich mich nun in weltliche Abenteuer stürzte. Aus Geldmangel hatte ich statt Pferd ein Kamel und einen Esel und reiste knapp vier Monate durch den Sudan. Später mit dem Fahrrad durch Holland, Frankreich und Irland. Viel später mit dem Geländewagen Inselhopping auf den Kanarischen Inseln. Fremde Kulturen waren spannend. Je einfacher ich reiste, um so mehr konnte ich vom Land erfahren.

Irgendwann holte mich der Alltag ein. Die Ausbildung zum Krankengymnasten half mir sehr den Körper zu verstehen und trieb mich in meiner Entwicklung voran. Ich wünschte, die Ärzte wären mehr Praktiker als Theoretiker geworden. Ich beendete 1985 meine Ausbildung zum Krankengymnasten.

Taiji, Qigong und Yoga

Mit der Erfahrung, dass die beste Hilfe für Gesundheit und Wohlfühlen die Eigenaktivität ist, suchte ich nach Therapien, die Atmung und Seele mehr einbeziehen. Die westlichen Therapien setzen immer nur den Schwerpunkt auf einen Aspekt. Entweder nur Körpertherapie oder nur Atemtherapie oder nur Seelentherapie.

Endlich fand ich 1992 den Zugang in eine Bewegungsform, die alle drei Aspekte einschloß. Eine Anzeige in der damaligen Krankengymnastik-Zeitung kündete ein Schnupperwochenende in Taiji für Krankengymnasten an. Schon seit jeher faszinierte mich die Kampfkunst. Doch beschränkten sich die Karateschulen in meinem Umkreis auf das Draufschlagen und ignorierten die Bewegung als Kunst. Nun hatte ich eine Chance, die ich am Schopfe packte. Danach begann ich meine Ausbildung in Taiji und im Anschluss zum Taiji-Lehrer.

Zum Aufwärmen übten wir jeweils eine halbe Stunde Qigong. Ich merkte, dass diese Übungen, da sie weniger komplex waren, meine innere Entwicklung erheblich förderten. Also entschloss ich mich zusätzlich für eine Unterweisung in Qigong. Beide Ausbildungen schloss ich in der Stuttgarter Tai Chi & Ch’i Kung Schule unter der Leitung von Pin Liong T. Joa ab. In dieser Zeit verhalf mir meine Entwicklung den Einstieg zurück in den Yoga. Beide Übungsweisen waren eine ideale und befriedende Kombination.

Noch trieb sich in mir eine innere Unruhe. Ich weiß nicht, wie oft ich Arbeitsplatz und Wohnort gewechselt habe. Erst 2002 wurde ich mit Gründung der Physiotherapiepraxis Emoción in Hanau seßhaft.

Langsam entwickelt sich der Inhalt für meine Webseite

Nun experimentierte ich mit meinen Erfahrungen und mischte das Wissen indischer und chinesischer Weisheiten mit dem therapeutischen Wissen des Abendlandes. Außerdem integrierte ich das Bedürfnis nach Prävention trotz Zeitnot.  Alte Übungssysteme bewahren und neue Übungssysteme zu entwickeln. Vor allem Kurzprogramme mit hoher Effektivität. Die Kürze der Trainingszeit und die Effektivät der Übungen kombiniert mit Trainingsplätzen in wunderschöner Natur sollen zur Eigenaktivität motivieren.

Ich hoffe viele erreichen zu können. Vor allem hoffe ich Euch für ein wenig Disziplin überreden zu können. Nur dann und nicht anders ist die Erfahrung zu machen, dass der Körper keine Last, sondern ein wundersames Spielzeug sein kann. Dass das Leben trotz Hindernisse eine Leichtigkeit des Seins und trotz Höhen und Tiefen ein Lebensgefühl mit Tendenz Höhenflug entwickeln kann.

Bis bald und viel Erfolg

Euer Karl-Heinz Costin

Ihr persönlicher Coach

Ihr Coach
Name: Karl-Heinz
Alter: 57
Größe: 172 cm
Gewicht: 78 kg

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